Reto Kestenholz
publiziert: Donnerstag, 18. Nov 2010 / 21:27 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 23. Nov 2010 / 22:37 Uhr

In der Szene kennt ihn jeder, nicht nur, weil sein Bruder Ueli für Ovomaltine gemodelt hat, sondern auch weil er noch immer einer der präsentesten schweizer Snowboardpros ist. Reto Restenholz, dieser name steht für Vollgas und Style, aber auch für Kumpel und Vorbild. Dies nicht nur was das Snowboarden angeht.

1 Meldung im Zusammenhang
Weiterführende Links zur Meldung:

Ausführliches Interview mit Reto Kestenholz
Das ausführliche Interview findet man im Onlinemagazin Screenhot in welchem auch näher auf den 45 m Sprung in Adelboden vom einleitenden Clip eingegangen wird.


issuu.com

Dedicam
Im Clip sieht man ein Modellhelikopter. Mit diesem handgefertigten Gerät wurden die spektakulären Aufnahmen gemacht. Lest hier mehr zur Dedicam und wo sie bereits überall im Einsatz war und geniesst die eindrücklichen Bilder.
twoleftfeet.ch/dedicam

Viele Snowboarder drücken ihre Sorge um das Klima aus und nutzten ihren Bekanntheitsgrad, um den Umweltschutz in den Köpfen der Jugendlichen zu festigen. Sie kompensieren Flüge und Heliboarden für Filmaufnahmen mit Abgaben und leben daneben so Umwelt bewusst wie möglich. Reto ist schlicht in allen Aspekten einfach eine Spur konsequenter. So nutzt er ausschliesslich den ÖV für die Anreise ins Gebiet, unternimmt kein Heliboarden und tätigt nicht mal Flugreisen für die Teilnahme an internationalen Wettkämpfen oder Filmaufnahmen. Unter Snowboarn geniesst er hierfür grosse Achtung, denn damit verzichtete er auf eine internationale Karriere. Sein Fahrlevel ist jedoch so gut, dass er selbst mit seinem Riding in der schweizer Umgebung für genug Furore sorgt, dass er über die Schweiz hinaus wahrgenommen wird.

Reto hat sogar so was wie ein schlechtes Gewissen, dass er für seine Leidenschaft, dem Snowboarden, Energie verschlingende Lift/Bergbahnen benutzt.

Nebst seinen Sorgen um die Umwelt ist Reto auch sonst ein nachdenklicher und sozialkritischer Mensch, welcher sich gerne mit seinen Mitmenschen unterhält. Dabei ist er keineswegs einer dieser typischen Belehrern oder Beschwichtiger. Reto ist ein umgänglicher Typ, ein Kumpel eben, der anderen Ansichten gegenüber tolerant ist jedoch beim Leben seiner Idealen beinahe keine Kompromisse eingeht.

Hier ein Auszug aus dem Interview von twoleftfeet.ch (TLF) mit ihm:

TLF: Reto, du bist beinahe das ganze Jahr auf dem Brett. Hast du nie Motivationsprobleme?

Reto: Eigentlich nicht. Ich gönne mir meistens im Frühling sowie im Herbst je ein- bis zwei Monate Pause. Zudem erhalte ich Motivation zumeist auf dem Snowboard selbst. Nirgends kann ich meinen Kopf besser durchlüften als auf dem Brett. Mein Beruf ist somit die beste Ablenkung.

TLF: Ablenkung von was?

Reto: Schon seit längerem mache ich mir Gedanken, bezüglich des Weltgeschehens, wobei logischerweise nicht nur positive Aspekte Einzug erhalten. Mit der Kreativität, welche das Snowboarden bietet, ergeben sich mir immer wieder extreme Glücksmomente - diese bringen Distanz.

TLF: Man könnte kritisieren, dass du dich somit diesen Negativaspekten nicht stellst, sondern mit dem Snowboarden das Weite suchst.

Reto: Bezüglich sozial-, politischen Ungerechtigkeiten, ist das vielleicht ein Stück weit so. Dennoch versuche ich stets mein Alltagsleben zu optimieren. Wenig Energie brauchen, Zerstörungen mit meiner Existenz vermeiden und nicht zuletzt auch eine saubere Natur zu hinterlassen. Ich denke, dies ist die Aufgabe eines jeden. Bei vielen Negativ-Themen kann man wenig bis gar keinen Einfluss bewirken, da scheint es mir logisch, dass ich soziales und umweltfreundliches Handeln im meinem unmittelbaren Umfeld durchsetze.

TLF: Was hast du für einen Verschleiss an Snowboards pro Saison?

Reto: In der Regel fünf bis zehn Bretter. Ich versuche diese dann auch immer so lange zu fahren, bis es wirklich nicht mehr möglich ist. Dazu gehört auch die Belag- und Kantenpflege, welche ich mir regelmässig vornehme. Sonst habe ich immer noch ein paar Freunde, welche die Bretter gerne «zu Ende» fahren.

TLF: Kommen wir zum aktuellen Level in der Szene. Doublecorks (zwei Flips mit Drehungen kombiniert) sind der neue Schlüssel zum Contestgewinn. Sind sie auch für dich ein thema?

Reto: Nein, nicht wirklich. Während meinen jungen Jahren, wollte ich auch möglichst viel «spinnen» und «flippen», inzwischen ist dieses Thema jedoch gegessen. Nicht zuletzt auch, weil mein Körper (Anm. Reto ist 31 Jahre) nicht mehr alles zulässt. Airtime nutze ich viel lieber, um möglichst lange zu graben, bonen und zu tweaken, was mit weniger Rotation intensiver möglich ist. So kann ich einen Trick viel besser erleben und geniessen. Dadurch mag ich vielleicht ein wenig Vertreter der alten Schule sein, dies jedoch mit Stolz. Es gibt so viele einfache Tricks, die nach wie vor unheimlichen Spass bereiten.

TLF: Welche auch nach wie vor Beachtung bei Judges finden sollten?

Reto: Auf jeden Fall. Wenn in Zukunft neben den Double Cork-Geschichten nichts mehr zählen wird, wird dies die Freiheit des Snowboardens extrem einschränken. Meines Erachtens soll es immer noch so sein, dass vor allem die Kreativität des einzelnen Fahrers akkreditiert wird. Das Ziel eines Contest soll nicht sein, dass ein «bester Trick» das Mass der Dinge ist und dieser nun von allen nachgeahmt wird. Hierfür muss man vielleicht auch Contestmodi ändern, damit Flexibilität wieder mehr Einzug erhalten kann.

(aw/twoleftfeet.ch)

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