Snowboard: Erfolgstrainer Jürg Matti tritt ab
publiziert: Mittwoch, 9. Apr 2003 / 21:14 Uhr

Alpin-Trainer Jürg Matti (32) verlässt das Schweizer Snowboard-Team nach neunjährigem Engagement und wechselt das Metier. Den Nachfolger des Medaillenproduzenten will Swiss Snowboard bis Anfang Mai bestimmen.

Erfolgsgarantie für die Schweizer Snowboader: Bundestrainer Jürg Matti.
Erfolgsgarantie für die Schweizer Snowboader: Bundestrainer Jürg Matti.
Mitte März, beim Weltcup-Final in Arosa, beschied Matti seinen Fahrern den Entschluss, sich künftig in einem neuen Gstaader Hotel unweit seines Wohnorts um die Koordination des Wellness- und Fitnessbereichs zu kümmern. Nach langem Abwägen habe er sich für "diese einmalige" Offerte entschieden -- "schweren Herzens", wie Matti betont.

Der Abschied ihres Coaches kam für das Gros der Teammitglieder überraschend, zumal die vergangene Saison mit einem kompletten Medaillensatz an der WM in Murau-Kreischberg (Ö) und dem Weltcup-Gesamtsieg von Ursula Bruhin einmal mehr von Höhepunkten strotzte. Gemeinhin rechnete man damit, dass Matti die Leitung der Equipe erst nach den Olympischen Spielen 2006 abgeben würde.

In einem ersten Schritt zur Regelung der Nachfolge führten Vertreter des Verbandes mit den Teammitgliedern bereits Gespräche. Die Kandidatenliste umfasst derzeit nur noch drei Namen (zwei davon sind offenbar Inhaber eines ausländischen Passes). Fest steht aber schon jetzt, dass nur wenige verfügbare Trainer im Snowboard-Zirkus über ein ähnlich grosses Know-how wie Matti verfügen.

Christian Heller mag die Lage gleichwohl nicht dramatisieren. "Wir bedauern den Entscheid von Jürg sicherlich. Er hatte sehr viel Erfolg. Aber ein bisschen frischer Wind und andere Ideen sind auch nicht schlecht", erklärte der Geschäftsführer von Swiss Snowboard. Der "günstige Zeitpunkt" (Zitat Heller) halte dem Neuen mit Fernblick nach Turin 2006 genügend Raum zur Akklimatisierung offen.

Hellers Aussagen erhärten zumindest im Ansatz den Verdacht, in der Führungsetage von Swiss Snowboard reagiere man auf den Absprung des erfolgreichsten Angestellten mit zweckoptimistischen Kommentaren. Lange -- vermutlich zu lange -- zögerte Swiss Snowboard im Anschluss an den starken WM-Auftritt der Alpinen aus verschiedenen Gründen, Matti ein entsprechend gut dotiertes Angebot zu unterbreiten.

Matti, der eine vierköpfige Familie zu ernähren hat, entschied sich deshalb für den sicheren Weg und gegen die Ungewissheit. Er blickt auf eine brillante Trainerkarriere zurück. 17 Medaillen an Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen, darunter zig goldene, belegen den Erfolg seiner Arbeit eindrücklich. Der Ex-Skirennfahrer verdiente sich schon in den ersten Jahren nach dem Wechsel ins Lager der zunächst skeptischen Boarder.

Ueli Kestenholz, Simon Schoch, Philipp Schoch, Gilles Jaquet, Ursula Bruhin und Steffi von Siebenthal, um nur einige beim Namen zu nennen, formte der besonnene Berner Oberländer im Laufe der Winter zu absoluten Weltklasse-Athleten. Dennoch drängte sich Matti nie in den Vordergrund, sondern überliess das Rampenlicht uneingeschränkt seinen Aktiven.

(bert/Si)

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