Snowboard: FIS-Weltcup in Sölden, Schweizer Topklassierungen trotz Handicaps
publiziert: Mittwoch, 30. Okt 2002 / 17:21 Uhr

Nach einem eher mässigen ersten Tag in Sölden lieferten die Schweizer Snowboarder im Alpin-Weltcup der FIS einen ersten Klassenachweis. Derweil Ursula Bruhin die Frauen-Konkurrenz dominierte, erreichte ein körperlich angeschlagener Olympiasieger Philipp Schoch Rang 2.

Mit Philipp Schochs Coup hatte niemand rechnen dürfen.
Mit Philipp Schochs Coup hatte niemand rechnen dürfen.

In jüngerer Vergangenheit zählte der Paralell-Slalom nicht zu den ausgesprochenen Parade-Disziplinen der Schweizer. Nun überraschte das Team um Trainer Jürg Matti auf dem Rettenbachgletscher die gesamte Weltelite mit einer Parforceleistung, obschon die beiden erfolgreichen Athleten krankheitsbedingt geschwächt angetreten waren.

Bruhin, die im letzten Olympia-Aufgebot keinen Platz gefunden hatte, stellte ihre gegenwärtige Formstärke nachhaltig unter Beweis. Im eher flachen, aber pickelhart gefrorenen Gelände liess sich die Schwyzerin selbst von deutlichen Rücklagen nicht aus dem Konzept bringen und schaffte die Korrektur im zweiten Lauf durchwegs. Ihrem Tempo vermochte im Final selbst die vormalige Weltcup-Leaderin Nicolien Sauerbreij (Ho) nicht mehr zu folgen.

"Nach der Bestzeit in der Qualifikation war ich völlig ausgebrannt und musste mich im Restaurant schlafen legen", erzählte Bruhin nach ihrem dritten Podestplatz (2. in Chile, 3. im ersten Sölden-Rennen) der aktuellen Saison und fügte an, "dass ich mir wegen einer Grippe kaum vorstellen konnte, alle acht Läufe zu überstehen".

Trotz Pfeifferschem Drüsenfieber im Final

Mit Philipp Schochs Coup hatte niemand rechnen dürfen. In beiden Rennen vor seinem exzellenten Vorstoss in den Final war dem Olympiasieger fast alles missraten: In Chile und 24 Stunden vor dem heutigen "Befreiungsschlag" (Schoch) war er gar am Qualifikations-Cut gescheitert. Und nun, wie in Salt Lake quasi aus dem Schatten anderer heraus, gelang Schoch mit tadellosen Fahrten die ersehnte Steigerung.

Dass er seit Wochen am Pfeifferschen Drüsenfieber leidet, verleiht dem Ritt aufs Podest eine spezielle Note. Nach dem Südamerika-Trip liess Schoch in Saas Fee wegen anhaltender Müdigkeit von einem Arzt Bluttests vornehmen. Dem Resultat, Schoch hat sich mit dem heimtückischen Virus infiziert, mass der kräftige Zürcher Oberländer keine grosse Bedeutung zu. "Ich hatte ja kein Fieber."

Sollte das oftmals mit körperlichen Leistungseinbussen verbundene Drüsenfieber ausbrechen, müsste er gewiss mit einer längeren Wettkampfpause rechnen. Mit diesem Gedanken spiele er zwar nicht, erklärte Schoch, er werde sich in der vierwöchigen Pause bis zum nächsten Wettkampf in Tandandalen (Sd) aber nochmals untersuchen lassen.

Schochs Rückkehr zum Erfolg kostete mit Gilles Jaquet einem anderen Schweizer einen Viertelfinal-Platz. Die beiden Teamkollegen kreuzten ihre Brettkanten bereits zum Auftakt -- mit dem schlechteren Ende für den letztlich neuntklassierten Weltmeister.

(mk/sda)

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