«White Risk»: Mit neuem Lern- und Planungstool Lawinenunfällen vorbeugen
publiziert: Mittwoch, 18. Dez 2013 / 14:28 Uhr
Die weisse Gefahr: Schnee
Die weisse Gefahr: Schnee

In den vergangenen zehn Jahren wurden in der Schweiz über 2000 Personen von Lawinen erfasst; ein Drittel davon wurde verletzt oder gar getötet. Mit der interaktiven Lawinen-Präventionsplattform «White Risk» stellen das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF und die Suva allen Schneesportlern ein neues Instrument zur Verfügung, mit dem sie sich Lawinenwissen aneignen und Touren planen können.

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White Risk
Plattform White Risk
whiterisk.ch

Plötzlich kommt der Schnee ins Rutschen. Er bewegt sich immer schneller, reisst alles mit sich. Eine Lawine ist ein majestätisches Naturspektakel - führt aber auch immer wieder zu viel menschlichem Leid. In den vergangenen zehn Jahren wurden in der Schweiz über 2000 Personen von Lawinen erfasst. Ein Drittel davon wurde verletzt oder gar getötet. Im langjährigen Schnitt sterben pro Jahr 25 Personen durch Lawinen. Die allermeisten Lawinenunfälle geschehen beim Schneesport abseits der gesicherten Pisten. Wer in eine Lawine gerät, hat sie in über 90 Prozent aller Fälle selbst ausgelöst.

Neue Lawinenpräventions-Plattform www.whiterisk.ch

Diese Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Das SLF und die Suva arbeiten kontinuierlich daran, das Risikobewusstsein der Schneesportlerinnen und Schneesportler zu fördern und Lawinenunfällen vorzubeugen. Dazu haben sie ein innovatives Instrument entwickelt: Die webbasierte und interaktive Lawinen-Präventionsplattform «White Risk» vermittelt umfassendes Wissen zur Lawinenkunde, enthält ein Tourenplanungstool und ist eng mit der gleichnamigen App verknüpft. «Mangelnde Vorbereitung ist einer der Gründe, warum es zu Lawinenunfällen kommen kann», sagt Samuli Aegerter, Kampagnenleiter Schneesport bei der Suva. Für das SLF und die Suva steht deshalb ausser Frage: Wer neben der Piste Schneesport betreibt, sollte sich das notwendige Wissen aneignen und das Abenteuer sorgfältig planen - z. B. mit «White Risk». Partner von «White Risk» ist das Schweizerische Rote Kreuz.

Drei in einem: Lawinenwissen entdecken, online Touren planen, Präsentationen erstellen

Das Tourenplanungs-Tool ist eine wesentliche Neuerung, die «White Risk» seinem Vorgänger von 2006 voraus hat. Die Benutzer können ihre Touren auf webbasierten Karten planen und in einer persönlichen Tourendatenbank abspeichern. Für unterwegs lassen sich die Touren ausdrucken oder in der gleichnamigen Smartphone-App bereitstellen. Die App beinhaltet ausserdem das Lawinenbulletin und weitere Produkte des SLF.

Das Lehr- und Lernmittel wurde ausserdem komplett überarbeitet, von einer offline- zu einer online-Lösung umgestaltet, mit dem aktuellsten Wissensstand ergänzt und didaktisch sowie grafisch neu konzipiert. Ein spezielles Präsentationstool ermöglicht es, mit Fotos, interaktiven Grafiken, Filmen und Animationen aus «White Risk» eigene Präsentationen professionell zu gestalten. «'White Risk' ist eine Lehr- und Lernplattform, um sich Lawinenwissen auf unterschiedlichem Ausbildungsstand anzueignen», betont Stephan Harvey, Autor von «White Risk» und Mitarbeiter des SLF. Mit der Webplattform www.whiterisk.ch werde ein breiter Nutzerbereich angesprochen - vor allem auch jugendliche Tourenfahrer, Freeriderinnen und Schneeschuhläufer, aber ebenfalls die Profis, die Lawinenwissen in Kursen weitergeben möchten.

Platz in «White Risk»-Camps gewinnen

Um den Nutzen von «White Risk» in der Praxis aufzuzeigen, organisieren die Suva und das SLF im Februar 2014 vier «White Risk»-Camps. «Den Teilnehmenden soll der Umgang mit Gefahren beim Freeriden, Tourengehen und Schneeschuhlaufen unter professioneller Anleitung näher gebracht werden», sagt Aegerter. Die Camps haben unterschiedliche Schwerpunkte: In St-Luc (6./7. Februar) und Davos (27./28. Februar) ist der Fokus auf das Tourengehen gerichtet, in Andermatt (10./11. Februar) auf das Varianten-Fahren und in Schwarzsee (20./21. Februar) auf das Schneeschuhlaufen. Insgesamt 40 Personen erhalten die Möglichkeit, kostenlos an den zweitägigen Camps mit Übernachtung teilzunehmen. Für die Bewerbung um einen Gratisplatz ist folgende Aufgabe zu lösen: Es ist aufzuzeigen, wie «White Risk» im persönlichen Umfeld bekanntgemacht werden kann. Ob mit einem Film, Foto, Slogan, Facebook-Post, Blog-Eintrag oder einer Präsentation im Verein - der Kreativität der Teilnehmenden sind keine Grenzen gesetzt.

(aw/twoleftfeet.ch)

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