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1. Ausrüstung
Einer der besten und komplettesten Ausrüster ist Ortovox. Hier bekommt Ihr alles was Ihr braucht: Pieps, Schaufel, Lawinensonde und dazu gehöriger Rucksack. WICHTIG: Das alles nützt Euch nichts, wenn Ihr nicht damit umgehen könnt. Daher unsere grosse Bitte: Besucht ein Lawinencamp! Lasst Euch von echten Profis informieren und unterrichten. Im Ernstfall rettet es Euch oder Euren Freunden vielleicht das Leben.

ORTOVOX
SCHWEIZ
agentur
the st. moritz experience
CH-7512 st. moritz/champfèr
ortovox@bluewin.ch

Telefon: +41(0)81 832 22 92


 
 
 
 
 
 

 
 

2. Information
Das Schweizerische Schnee- und Lawinenforschungsinstitut in Davos informiert umfassend über die tagesaktuellen Situationen in den Alpen. Unbedingt die Karten studieren. Zudem lohnt es sich, auch bei kleineren Abstechern neben die Piste, die SOS Leute vor Ort zu fragen, wo es save ist und wo nicht: Fragen kostet ja bekanntlich nichts.

Eidgenössisches Institut für Schnee- und Lawinenforschung
Flüelastr. 11
CH-7260 Davos Dorf
Schweiz / Suisse / Svizzera
webeditor.hazard@wsl.ch

Telefon: +41(0)81 417 01 11

 

3. Der Ernstfall
Wenn alles schief geht, gibt's nur noch eins: Rega anrufen, nicht lange zuwarten, sondern sofort handeln!

Schweizerische Rettungsflugwacht Rega
Rega-Center
Postfach 1414
CH-8058 Zürich-Flughafen
ops@rega.ch

Telefon: 1414


 
 
 
Lawinen
    Nebst Beinbruch, Hirnerschütterung und anderen kleinen Blessuren, droht in den Bergen mit Lawinen eine wesentlich grössere und vor allem tödliche Gefahr.

    Obwohl manchmal der tragische Fall eintritt, dass eine Lawine sogar auf eine Piste niedergeht, besteht die eigentliche Gefahr beim Offpistfahren, also beim Freeriden.

    Der Trend zum Fahren abseits der Piste hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen.

    Nicht ohne Grund wie jeder weiss, der schon mal durch stiebenden Pulverschnee gedonnert ist. Leider kommen bei diesem Spiel mit den Naturgewalten jeden Winter viele Leute ums Leben.

    Damit Ihr informiert seit, wollen auch wir an dieser Stelle unseren kleinen präventiven Beitrag leisten. Dabei beschränken wir uns bewusst auf das Wesentlichste und verweisen für alles Weitere auf die wichtigsten Links, die zu besuchen, für jeden Freerider ein Muss sind.

Lawinentypen
    Grundsätzlich wird zwischen Tallawinen und Hanglawinen unterschieden.

    Die Tallawinen lösen sich in der Regel von alleine und donnern, wie es der Name sagt bis zu Tale, während die Hanglawinen häufig vom Snowboarder oder Skifahrer ausgelöst werden.

    Hanglawinen sind meistens Schneebretter. Dabei rutscht die oberste Schneeschicht auf einer breiten Fläche ab. Die Anrissstelle ist breit, scharfkantig und steht senkrecht zur Gleitfläche des Schneebretts. Hanglawinen sind meist kleiner als Tallawinen, können sich aber bei steileren Hängen (über 40 Grad Neigung) zu grossen Staublawinen entwickeln, die über 300 km/h schnell werden können. Um ein Schneebrett auszulösen, muss der Hang minimal eine Neigung von 30 Grad aufweisen, gebundener Schnee muss auf einer kritischen Gleitfläche liegen und dabei eine schwache Basisfestigkeit aufweisen.

    Schnee und andere Niederschläge. Im Laufe eines Winters lagern sich verschiedene Schneeschichten übereinander ab. Dazu kommen Niederschläge wie Regen, Reif oder Graupel, die den bestehenden Schnee beeinflussen. Es gilt die Faustregel: Eine dicke Schneedecke, die sich aus wenigen gleichmässigen Schichten aufbaut, ist in der Regel stabiler als eine dünne und vielschichtige. In Steilhängen wird die Sache komplizierter. Hier setzt sich der Schnee nicht nur senkrecht ab, sondern fliesst zugleich talabwärts. Für Snowboarder sind diese Setz- und Kriechbewegungen der Schneedecke von grösster Wichtigkeit, weil dabei enorme Spannungen auftreten. Das Gewicht eines Snowboarders kann ausreichen, um diese aufgestauten Spannungen explosionsartig zu entladen. Die bei einem Bruch der Schneedecke freigesetzte Spannkraft, wird sofort in Bewegung umgesetzt. Das Schneebrett erreicht deshalb vom ersten Moment an hohe Geschwindigkeiten und ist somit extrem gefährlich.

    Wetter: Jeder Witterungseinfluss, ob Temperatur, Niederschlag oder Wind, hat Einfluss auf die Situation in den Alpen und die damit verbundenen Gefahren. Denkt vor allem daran, dass Ihr nicht in den Bergen lebt und Ihr somit keinen Überblick über den Verlauf des Winters und die Schneeverhältnisse habt.

    Information ist das oberste Gebot und wer sich nicht auskennt, geht sowieso nicht ohne Guide. In den meisten Gebieten gibt es organisierte Touren. Am besten informiert Ihr Euch vor Ort.

    Wir werden in Zukunft an dieser Stelle mehrere Freeride-Campveranstalter vorstellen.

    Bis dahin gilt: Passt auf Euch auf!!!

 
Europäische Lawinengefahrenskala

Gefahren-
stufe
  • Schneedeckenstabilität
  • Lawinen-Auslösewahrscheinlichkeit
  • Auswirkungen für Verkehrswege und Siedlungen / Empfehlungen
  • Hinweise für Personen ausserhalb gesicherter Zonen / Empfehlungen
1
gering
  • Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil.
  • Auslösung ist allgemein nur bei grosser Zusatzbelastung ² an sehr wenigen, extremen Steilhängen möglich.
    Spontan sind nur kleine Lawinen (sogenannte Rutsche) möglich.
  • Keine Gefährdung.
  • Allgemein sichere Verhältnisse.
2
mässig
  • Die Schneedecke ist an einigen Steilhängen ¹ nur mässig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt.
  • Auslösung ist insbesondere bei grosser Zusatzbelastung ², vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich.
    Grössere spontane Lawinen sind nicht zu erwarten.
  • Kaum Gefährdung durch spontane Lawinen.
  • Mehrheitlich günstige Verhältnisse.
    Vorsichtige Routenwahl, vor allem an Steilhängen der angegebenen Exposition und Höhenlage.
3
erheblich
  • Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen ¹ nur mässig bis schwach verfestigt.
  • Auslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung ² vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich.
    Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch grosse Lawinen möglich.
  • Exponierte Teile vereinzelt gefährdet. Dort sind teilweise Sicherheitsmassnahmen zu empfehlen.
  • Teilweise ungünstige Verhältnisse.
    Erfahrung in der Lawinenbeurteilung erforderlich.
    Steilhänge der angegebenen Exposition und Höhenlage möglichst meiden.
4
gross
  • Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen ¹ schwach verfestigt.
  • Auslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung ² an zahlreichen Steilhängen warscheinlich.
    Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch grosse Lawinen zu erwarten.
  • Exponierte Teile mehrheitlich gefährdet. Dort sind Sicherheitsmassnahmen zu empfehlen.
  • Ungünstige Verhältnisse.
    Viel Erfahrung in der Lawinenbeurteilung erforderlich.
    Beschränkung auf mässig steiles Gelände / Lawinenauslaufbereiche beachten.
5
sehr gross
  • Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil.
  • Spontan sind zahlreiche grosse Lawinen, auch in mässig steilem Gelände zu erwarten.
  • Akute Gefährdung. Umfangreiche Sicherheitsmassnahmen.
  • Sehr ungünstige Verhältnisse.
    Verzicht empfohlen.

  • ¹ Das lawinengefährliche Gelände ist im Lawinenbulletin im allgemeinen näher beschrieben
    (z.B Höhenlage, Exposition, Geländeform usw.).
  • ² Zusatzbelastung:
    - gross (z.B. Skifahrergruppe ohne Abstände, Pistenfahrzeug)
    - gering (z.B. einzelner Skifahrer, Fussgänger)
  • Steilhänge: Hänge steiler als rund 30 Grad
    mässig steiles Gelände: Hänge flacher als rund 30 Grad
    extreme Steilhänge: besonders ungünstig bezüglich Neigung, Geländeform, Kammnähe, Bodenrauhigkeit
  • spontan: ohne menschliches Dazutun
  • Exposition: Himmelsrichtung, in die ein Hang abfällt
  • exponiert: besonders der Gefahr ausgesetzt
  • Die Gefahrenstufen gelten einheitlich im ganzen Alpengebiet.

Eidgenössisches Institut für Schnee- und Lawinenforschung, Flüelastrasse 11, CH-7260 Davos Dorf
© Copyright 1998 SLF / Last update: 31.01.1998






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