Snowboard: Von Siebenthal und Kestenholz sind Weltmeister
publiziert: Donnerstag, 12. Apr 2001 / 23:31 Uhr

Davos - Die ISF-WM-Tour endete in Davos wie im Vorjahr mit einem doppelten Schweizer Triumph. Ueli Kestenholz verteidigte seinen WM- Titel mit einem 3. Platz im abschliessenden Duel-Wettbewerb erfolgreich. Bei den Frauen konnte sich Steffi von Siebenthal bereits nachmittags zur Weltmeisterin küren lassen und löste Ursula Bruhin ab.

Im Männer-Circuit spitzte sich die WM-Entscheidung richtiggehend zu. Nach einem ärgerlichen Fehler beim viertletzten Tor schied Kestenholz in den Halbfinals gegen den nachmaligen Überraschungssieger Nicolas Huet aus. Obschon er im Rennen um Platz 3 nach dem ersten Run zurückgelegen hatte, überholte Kestenholz den Franzosen Christophe Segura dank einer verblüffenden Steigerung doch noch, womit er sich den Titel und 20 000 Dollar Preisgeld in extremis sicherte.

Zum grossen Verlierer des nächtlichen Spektakels wurde letztlich der Österreicher Sigi Grabner. Der mehrfache Europameister und Weltranglisten-Zweite schien bis kurz vor Schluss auf Gold-Kurs, ehe ihm sein Schweizer Erzrivale mit dem Sieg gegen Segura doch noch einen dicken Strich durch die WM-Rechnung machte. Den anschliessenden Final verlor der Kärtner. Wohl nicht zuletzt deshalb, weil er um die in letzter Minute entglittene Titel-Chance wusste.

FIS-Weltmeister Gilles Jaquet vergab seine Möglichkeit, auch die ISF-Tour zu gewinnen, bereits in den Achtelfinals. Der Chaux-de- Fonniers geriet auf der von tiefen Gräben durchsetzten Piste gegen Huet im zweiten Run kurz nach dem Start aus dem Tritt. Urs Eiselin schiede ebenso in den Achtelfinals aus.

Von Siebenthal schon nachmittags Weltmeisterin

Bei den Frauen war die Entscheidung vorzeitig gefallen. Nachdem der zweitklassierten Ursula Bruhin im ersten Run der nachmittäglichen Qualifikation kurz vor der Zielpassage ein zeitraubender Fehler unterlaufen war, stand der Titelgewinn von Steffi von Siebenthal auch mathematisch fest. Die neue Tour- Weltmeisterin scheiterte unter Flutlicht am Abend nach fünf makellosen Läufen erst im Final an der Österreicherin Doris Krings.

Für von Siebenthal endete eine bislang perfekt verlaufene Saison mit vier ISF-Siegen (und zwei FIS-Erfolgen) verdientermassen mit der höchst möglichen Auszeichnung der ISF. Vor diesem Winter hatte wenig auf derart eindrückliche Vorstellungen der Berner Oberländerin hingedeutet. Nach der Operation ihrer Kniekreuzbänder (und nachfolgender Komplikationen) hatte sie ein Jahr pausieren müssen. Trotz angeschlagener Gesundheit feierte die Europameisterin von 1999 beim Take-off in Laax aber ein triumphales Comeback; der Grundstein zur nachfolgenden, aufgrund der ungünstigen Konstellation geradezu frappanten Siegesserie war gelegt.

Bei Ursula Bruhin, die sich in der Regel kaum Fahrfehler leistet, hielt sich die Enttäuschung trotz verpasster Titelverteidigung in Grenzen: «Es ist natürlich schade, dass ich den WM-Titel verloren habe, aber das frühe Out ist für mich im Hinblick auf die Olympischen Spiele eine wichtige Erfahrung.»
Die Schwyzerin verdiente sich den Spitzenplatz im Tour-Ranking mit den Siegen in Fieberbrunn und Leysin durchaus. Und dass sie wie von Siebenthal zur Topklasse der Alpin-Boarderinnen, hatte Bruhin mit ihrem Sieg bei der FIS-WM in Madonna di Campiglio im Januar mit Nachdruck bewiesen. «Da ändert der missratene Abschluss in Davos nichts», bemerkte die 31-Jährige zu Recht.

Halfpipe-Weltmeister Simmen und Reuteler souverän

Im Halfpipe-Wettbewerb qualifizierte sich der Bündner Gian Simmen mit dem Tageshöchstwert von 36,0 Punkten in souveränder Manier für die Halbfinals der besten 24. Therry Brunner erreichte hinter den beiden Aussenseitern Vinzenz Lueps (De/2.) und Rune Lundsoer (No) Rang 4. Simmen könnte sich in der nächsten Runde gar zwei Stürze leisten und wäre trotzdem nicht mehr von der Spitze des Rankings zu verdrängen. Bei den Frauen setzte Fabienne Reuteler die Akzente. Die 21-jährige Wollerauerin gewann die Qualifikation mit beeindruckender Stilsicherheit.

(ba/sda)

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